Action, Animation, Science-Fiction, Drama | Erscheinungsjahr: 2021| Geschaut: 2021-2026 | Schauspieler: Steven Yeun, Sandra Oh, J.K. Simmons, Walton Goggins, Gillian Jacobs
★ 8,7
1. Staffel 8 Folgen

Ich glaube, selten hat mich eine Serie so sehr auf dem falschen Fuß erwischt wie Invincible. Vor dem ersten Anschauen dachte ich, das wird wahrscheinlich einfach eine weitere Superheldenserie. Ein junger Typ bekommt Superkräfte, versucht, in die Fußstapfen seines berühmten Vaters zu treten, ein bisschen Action und das war’s. Nach der ersten Folge wusste ich dann, wie verdammt falsch ich damit lag.
Denn Invincible beginnt zunächst tatsächlich genau so. Mark Grayson ist ein ganz normaler Teenager, der darauf wartet, endlich seine Kräfte zu bekommen. Sein Vater Omni-Man ist schließlich der mächtigste Held der Erde und Mark möchte nichts lieber, als irgendwann genauso zu sein wie er. Als seine Kräfte dann endlich auftauchen, beginnt für ihn das typische Superheldenleben. Schule, Familie, Freunde und nebenbei die Welt retten. Doch je weiter die Staffel voranschreitet, desto deutlicher wird, dass hier etwas ganz anderes erzählt werden soll.
Denn während Mark langsam lernt, was es bedeutet, ein Held zu sein, passieren im Hintergrund Dinge, die immer schwerer zu ignorieren sind. Figuren verschwinden, Geheimnisse kommen ans Licht und besonders rund um Omni-Man wird immer deutlicher, dass etwas gewaltig nicht stimmt.
Das Herzstück der Serie ist für mich deshalb ganz klar die Beziehung zwischen Mark und seinem Vater. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, entwickelt sich genau daraus einer der stärksten Konflikte, die ich bisher in einer Superheldengeschichte gesehen habe. Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um Bösewichte und spektakuläre Kämpfe. Es geht um Familie, Erwartungen, Vertrauen und die Frage, was einen Menschen eigentlich zu einem Helden macht.
Und genau dann zeigt Invincible, wie brutal eine Superheldengeschichte wirklich sein kann.
Die Serie hält sich dabei überhaupt nicht zurück. Kämpfe sind hier nicht einfach nur coole Actionsequenzen, nach denen alle wieder aufstehen und weitermachen. Jeder Schlag fühlt sich an, jede Verletzung hat Konsequenzen und manchmal merkt man als Zuschauer ziemlich schnell, dass hier eben nicht jeder am Ende gerettet wird. Genau dadurch entsteht eine Spannung, die ich bei vielen anderen Superheldengeschichten mittlerweile vermisse.
Gleichzeitig verliert Invincible nie seine Figuren aus den Augen. Mark ist ein unglaublich sympathischer Hauptcharakter, weil er eben noch lange nicht der perfekte Held ist. Er macht Fehler, zweifelt an sich und versucht verzweifelt, sein normales Leben mit seinen neuen Fähigkeiten zu verbinden. Während er lernen muss, was Verantwortung wirklich bedeutet, merkt man aber auch immer mehr, dass er in einer Welt lebt, die deutlich komplizierter ist, als er zunächst dachte.
Dazu kommt eine richtig starke Inszenierung. Die Animation wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas schlicht, doch gerade dadurch funktionieren die plötzlichen Gewaltausbrüche und Actionsequenzen teilweise noch besser. Die Kämpfe sind dynamisch, kreativ und teilweise so kompromisslos, dass man schnell versteht, warum diese Serie definitiv nichts für Kinder ist.
Und dann kommt dieses Finale.
Ich glaube, jeder, der die erste Staffel gesehen hat, weiß genau, was ich meine. Die letzten Folgen gehören für mich zu den besten, die ich jemals in einer Superheldengeschichte gesehen habe. Alles, was vorher aufgebaut wurde, läuft hier zusammen. Der Konflikt zwischen Mark und seinem Vater eskaliert und plötzlich wird aus einer vermeintlich klassischen Superheldengeschichte etwas emotional unglaublich Brutales.
Das Finale ist schockierend, brutal und gleichzeitig verdammt gut geschrieben. Es beantwortet nicht einfach nur Fragen, sondern stellt neue und sorgt dafür, dass man nach dem Abspann eigentlich sofort wissen möchte, wie es weitergeht. Genau so beendet man eine Staffel.
Invincible Staffel 1 ist für mich weit mehr als nur eine weitere Superheldenserie. Sie nimmt ein Genre, das man eigentlich zu kennen glaubt, und zeigt, wie viel mehr darin stecken kann. Superkräfte, Action und Gewalt stehen zwar im Mittelpunkt, aber am Ende geht es vor allem um Menschen, Familie und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen.
Für mich gehört die erste Staffel von Invincible schon jetzt zu den besten Superheldengeschichten der letzten Jahre. Und nach diesem Finale war für mich eines klar: Ich musste sofort weiterschauen.
★ 8,4
2. Staffel 8 Folgen

Nach dem Ende der ersten Staffel hatte Invincible eigentlich ein Problem. Wie will man nach so einem Finale überhaupt weitermachen? Die Messlatte lag absurd hoch. Umso überraschter war ich, dass Staffel 2 gar nicht versucht, dieses Finale einfach zu überbieten. Stattdessen macht sie etwas deutlich Schwierigeres: Sie verarbeitet die Konsequenzen davon.
Denn genau darum geht es in dieser Staffel. Mark muss mit der Wahrheit über seinen Vater leben und gleichzeitig herausfinden, was das alles für ihn selbst bedeutet. Denn Nolan ist zwar verschwunden, sein Einfluss auf Mark aber noch lange nicht. Plötzlich steht immer wieder die Frage im Raum, ob Mark irgendwann genauso werden könnte wie sein Vater.
Mark entwickelt sich hier unglaublich weiter. Er wird erwachsener, nachdenklicher und beginnt zu verstehen, dass es in seiner Welt keine einfachen Entscheidungen mehr gibt. Gleichzeitig versucht er weiterhin, irgendwie ein normales Leben zu führen. Schule, Freunde, Beziehungen und nebenbei muss er noch die Welt retten. Genau dieser Spagat macht ihn für mich zu einem der interessantesten Superhelden der letzten Jahre.
Besonders spannend wird es, als die Geschichte rund um die Viltrumiten immer weiter in den Mittelpunkt rückt. Staffel 1 hat uns gezeigt, wie brutal dieses Universum sein kann. Staffel 2 zeigt uns, wie riesig es eigentlich ist. Mark reist zu anderen Planeten, trifft neue Fraktionen und erfährt immer mehr über das Universum, aus dem sein Vater stammt.
Dabei bleibt die Serie ihrer größten Stärke treu: Konsequenzen.
Entscheidungen verschwinden hier nicht einfach nach einer Folge. Gerade die Ereignisse rund um Nolan ziehen sich durch die gesamte Staffel und beeinflussen fast jede Figur. Aber auch Marks eigene Entscheidungen haben Konsequenzen. Besonders die Geschichte rund um Angstrom Levy zeigt das hervorragend. Was zunächst wie ein weiterer Konflikt beginnt, entwickelt sich zu einer der persönlichsten Bedrohungen für Mark.
Natürlich gibt es auch Kritikpunkte. Im Vergleich zur ersten Staffel fehlt mir stellenweise etwas das konstante Tempo. Manche Folgen nehmen sich sehr viel Zeit für den Aufbau kommender Ereignisse und wirken dadurch etwas ruhiger. Das ist nicht schlecht, nach dem unglaublichen Finale der ersten Staffel fühlt sich diese Staffel dadurch aber manchmal eher wie ein großes Bindeglied an.
Das ändert allerdings nichts daran, dass die emotionalen Momente wieder hervorragend funktionieren. Besonders die Entwicklung von Mark und Nolan hat mir unglaublich gut gefallen. Ihre Beziehung ist mittlerweile deutlich komplexer geworden und genau deshalb funktionieren ihre gemeinsamen Szenen so gut. Invincible beweist einmal mehr, dass gute Dialoge manchmal spannender sein können als jede Actionszene.
Und wenn es dann doch zur Eskalation kommt, erinnert die Serie sofort wieder daran, warum sie sich so von anderen Superheldengeschichten abhebt. Die Kämpfe sind brutal, kompromisslos und fühlen sich jedes Mal gefährlich an. Gerade das Finale rund um Angstrom Levy zeigt erneut, wie persönlich und emotional diese Serie werden kann.
Staffel 2 mag vielleicht nicht den gleichen Schockeffekt haben wie ihr Vorgänger. Dafür macht sie etwas anderes mindestens genauso gut: Sie verarbeitet die Folgen der ersten Staffel, vertieft ihre Figuren und erweitert ihre Welt auf eine Art und Weise, die unglaublich viel Lust auf das macht, was noch kommen wird.
Für mich ist Invincible auch mit der zweiten Staffel weiterhin eine der spannendsten Superheldenserien überhaupt. Nicht, weil sie immer größer werden will. Sondern weil sie nie vergisst, dass hinter all den Kräften und Kämpfen immer noch Menschen stehen.
★ 9,1
3. Staffel 8 Folgen

Nach zwei großartigen Staffeln hatte Invincible eigentlich nur noch eine Aufgabe: das Niveau halten. Und ehrlich gesagt war ich mir nicht sicher, ob das überhaupt möglich ist. Die erste Staffel hatte eines der besten Finals, die ich je in einer Superheldengeschichte gesehen habe, die zweite hat die Figuren und ihre Welt unglaublich stark weiterentwickelt. Staffel 3 schafft nun etwas, womit ich fast nicht gerechnet hätte: Sie fühlt sich noch größer an, ohne dabei ihre eigentliche Stärke zu verlieren.
Denn obwohl die Bedrohungen immer gewaltiger werden, bleibt Invincible im Kern eine Geschichte über Mark Grayson. Seine Entwicklung ist für mich nach wie vor das Beste an der gesamten Serie. Er ist längst nicht mehr der unsichere Junge aus Staffel 1. Jede Entscheidung, jeder Verlust und jeder Kampf haben Spuren hinterlassen. Und genau das steht in Staffel 3 noch stärker im Mittelpunkt.
Mark versucht weiterhin, ein Held zu sein und vor allem besser als sein Vater. Doch genau das wird immer schwieriger. Denn die Serie stellt ihn immer wieder vor Situationen, in denen es keine wirklich gute Entscheidung gibt. Wie weit darf man gehen, um die Menschen zu beschützen, die einem wichtig sind? Und ab welchem Punkt überschreitet man selbst eine Grenze, die man eigentlich nie überschreiten wollte?
Besonders die Geschichte rund um Angstrom Levy zeigt das unglaublich gut. Der Konflikt ist hier nicht einfach nur ein weiterer Kampf gegen den nächsten Bösewicht. Er wird persönlich. Und genau deshalb funktionieren diese Momente so hervorragend. Mark muss sich mit Konsequenzen auseinandersetzen, die weit über einen gewonnenen oder verlorenen Kampf hinausgehen. Man merkt immer mehr, dass er nicht einfach alles wegstecken kann.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist das Tempo. Staffel 2 hat sich stellenweise noch etwas wie der Aufbau für etwas Größeres angefühlt. Staffel 3 liefert nun die Belohnung dafür. Fast jede Folge hat das Gefühl, wichtig zu sein. Es gibt kaum Leerlauf und trotzdem nimmt sich die Serie immer wieder Zeit für ihre Figuren. Genau diese Balance beherrscht Invincible mittlerweile nahezu perfekt.
Auch das Worldbuilding wächst noch einmal enorm. Das Universum wirkt größer denn je und trotzdem verliert man nie den Überblick. Neue Figuren fühlen sich sinnvoll an und bestehende Charaktere bekommen genug Raum, sich weiterzuentwickeln. Man merkt, dass hinter dieser Welt ein klarer Plan steckt und nicht einfach immer nur versucht wird, die nächste noch größere Bedrohung einzuführen.
Natürlich bleibt auch die Brutalität ein Markenzeichen der Serie. Aber genau wie in den Staffeln zuvor funktioniert sie nie nur als Selbstzweck.
Jeder Kampf hat Konsequenzen. Jede Verletzung hinterlässt Spuren. Und genau deshalb fühlt sich jede Auseinandersetzung so intensiv an. Wenn hier gekämpft wird, dann hat man nie das Gefühl, dass am Ende sowieso wieder alles gut wird.
Und dann kommt diese letzte Folge. Ich weiß wirklich nicht, wann ich zuletzt bei einer Superheldenserie so angespannt vor dem Bildschirm saß. Für mich ist dieses Finale nicht nur die beste Folge der dritten Staffel, sondern vielleicht eine der besten Folgen der gesamten Serie. Alles, was Mark in dieser Staffel durchgemacht hat, läuft hier zusammen.
Besonders der Kampf gegen Conquest hat mich komplett gepackt. Nicht nur wegen der unglaublichen Action und der Brutalität, die Invincible hier wieder einmal auf ein völlig neues Level hebt. Sondern weil dieser Kampf für Mark so viel mehr bedeutet. Man sieht ihm an, wie weit er bereits gegangen ist und wie sehr ihn alles verändert hat.
Und genau hier stellt die Serie die vielleicht wichtigste Frage der gesamten Staffel: Wie viel von Nolan steckt eigentlich in Mark? Die letzte Folge gibt darauf keine einfache Antwort. Sie zeigt uns einen Mark, der an seine absoluten Grenzen gebracht wird. Körperlich, aber vor allem auch emotional. Und während man ihm dabei zusieht, merkt man, dass sich etwas verändert. Vielleicht nicht von heute auf morgen. Aber nach diesem Kampf kann Mark nicht einfach wieder zu dem werden, der er vorher war.
Genau das macht dieses Finale für mich so stark. Es geht nicht einfach darum, ob der Held den Bösewicht besiegt. Es geht darum, was dieser Sieg mit ihm macht. Natürlich bleibt Invincible auch in Staffel 3 moralisch unglaublich grau. Es gibt kaum noch klare Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Fast jeder handelt aus nachvollziehbaren Gründen und genau dadurch entstehen Konflikte, die deutlich interessanter sind als der klassische Kampf zwischen Gut und Böse.
Wenn ich überhaupt einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann vielleicht, dass die Serie mittlerweile so viele Handlungsstränge gleichzeitig erzählt, dass manche Figuren etwas weniger Aufmerksamkeit bekommen als früher. Wirklich gestört hat mich das allerdings kaum, weil am Ende fast alles sinnvoll zusammenläuft.
Mit Staffel 3 beweist Invincible endgültig, dass der Erfolg der ersten Staffel kein Zufall war. Die Serie entwickelt ihre Figuren konsequent weiter, erweitert ihre Welt sinnvoll und schafft es immer wieder, emotionale Geschichten mit kompromissloser Action zu verbinden.
Für mich bleibt Invincible damit eine der besten Superheldenserien unserer Zeit. Und nach diesem Finale fällt es mir ehrlich gesagt noch schwerer, auf die nächste Staffel zu warten.
★ 8,8
4. Staffel 8 Folgen

Nach dem Ende der dritten Staffel steht Mark in Invincible Staffel 4 endgültig an einem Punkt, an dem es eigentlich kein Zurück mehr gibt. Die Frage ist längst nicht mehr, ob er irgendwann so mächtig wie sein Vater wird. Die viel interessantere Frage lautet mittlerweile: Wie viel von Nolan steckt eigentlich wirklich in ihm?
Genau darum dreht sich für mich ein großer Teil dieser Staffel. Mark ist nicht mehr der Junge aus der ersten Staffel, der seine Kräfte gerade erst entdeckt und nebenbei versucht, irgendwie sein normales Leben weiterzuführen. Nach allem, was passiert ist, funktioniert dieses normale Leben ohnehin kaum noch. Mark hat Dinge gesehen und getan, die ihn verändern mussten. Und Staffel 4 zeigt immer wieder, dass man nicht einfach nach einer Katastrophe aufsteht und so weitermacht, als wäre nichts passiert.
Besonders spannend ist dabei, wie Mark zunehmend mit seiner eigenen Gewaltbereitschaft konfrontiert wird. Das war schon in den vorherigen Staffeln immer wieder ein Thema, aber hier wird es endgültig zu einer zentralen Frage. Wie weit darf Invincible gehen, um die Menschen zu beschützen, die ihm wichtig sind? Und ab welchem Punkt wird aus einem Helden jemand, vor dem man selbst Angst haben sollte?
Denn genau das ist das Faszinierende an Mark. Er möchte unbedingt besser sein als sein Vater.
Er möchte beweisen, dass er nicht einfach nur ein weiterer Viltrumite ist. Aber je stärker die Bedrohungen werden, desto schwieriger wird es für ihn, an genau diesem Anspruch festzuhalten. Man merkt immer mehr, wie sehr ihn alles belastet. Jede Entscheidung hat Konsequenzen und jede neue Bedrohung zwingt ihn dazu, seine eigenen Grenzen neu zu definieren.
Und dann kommt natürlich noch die gesamte Situation rund um die Viltrumiten dazu. Die Geschichte wird größer, die Konflikte werden persönlicher und gleichzeitig steht plötzlich nicht mehr nur Marks eigenes Leben auf dem Spiel. Die Serie schafft es dabei wieder hervorragend, diese riesigen intergalaktischen Konflikte mit den persönlichen Problemen der Figuren zu verbinden. Natürlich geht es um mächtige Wesen, um Planeten und um das Schicksal ganzer Zivilisationen. Aber im Mittelpunkt steht trotzdem immer wieder Mark.
Genau deshalb funktioniert Invincible für mich auch in Staffel 4 noch so gut. Die Serie vergisst bei all den Kämpfen, den unglaublichen Kräften und den völlig absurden Dimensionen ihrer Geschichte nie, dass Mark im Grunde immer noch versucht herauszufinden, wer er eigentlich sein möchte.
Und das ist teilweise wirklich hart mit anzusehen. Denn egal, wie sehr Mark versucht, das Richtige zu tun, scheint jede Entscheidung neue Probleme mit sich zu bringen. Manchmal kann er Menschen retten und verliert dafür etwas anderes. Manchmal gibt es überhaupt keine richtige Entscheidung. Und manchmal bleibt ihm nur die Wahl zwischen zwei beschissenen Möglichkeiten.
Genau das macht die Handlung dieser Staffel so spannend. Es geht nicht einfach darum, ob Invincible den nächsten Gegner besiegen kann. Wir wissen mittlerweile, dass Mark unglaublich stark ist. Die eigentliche Frage ist viel eher, was von ihm übrig bleibt, wenn er all diese Kämpfe irgendwann gewonnen hat. Dabei peakt die Serie hier abermals in zwei Folgen, die einen wirklich infrage stellen lassen, was mit Animation heute alles möglich ist. Jeder der die Staffel geschaut hat, weiß von welchen zwei Folgen ich hier rede und wenn ich sage, dass das vielleicht das beste ist, was eine Animation Serie gezeigt und auch behandelt hat lüge ich bestimmt nicht.
Und vielleicht ist genau das auch der größte Unterschied zu den ersten Staffeln. Invincible wird größer, brutaler und spektakulärer. Aber gleichzeitig wird die Geschichte von Mark immer persönlicher. Staffel 4 zwingt ihn dazu, Entscheidungen zu treffen, die ihn für den Rest seines Lebens verändern könnten. Und während man ihm dabei zusieht, wird einem immer deutlicher, dass die größte Gefahr für Mark vielleicht irgendwann gar nicht mehr von einem anderen Planeten kommt.
Sondern von der Möglichkeit, irgendwann selbst genau zu dem zu werden, gegen das er sein ganzes Leben lang kämpfen wollte.
Verfügbar bei: https://www.justwatch.com/de/Serie/Invincible

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