Madame Web

3 Minuten

Fantasy, Action, Science-Fiction | Erscheinungsjahr: 2024 | Geschaut: 2024 im Kino | Schauspieler: Dakota Johnson, Sydney Sweeney, Isabela Merced | Regisseur: S.J. Clarkson | 1h 56min

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Lets Talk About Madame Web Baby!

Kurzer Disclaimer: Das hier ist keine objektive Kritik. Das hier ist eine persönliche Nachricht an alle Beteiligten dieses Films. Alles, was jetzt kommt, ist meine subjektive Meinung.

Ich habe mich lange davor gedrückt, über Madame Web zu schreiben. Als ich meinen Blog gestartet habe, war aber klar, dass ich irgendwann auch über diesen Film reden muss. Schließlich braucht jede Bewertungsskala ihren absoluten Nullpunkt. Und genau das ist: Madame Web. Der Film, bei dem ich nach dem Kinobesuch ernsthaft überlegt habe, mein Geld zurückzuverlangen. Eigentlich hätte ich sogar Schadensersatz fordern müssen.

Das hier ist kein Film, das ist eine Zumutung, wenn das, was aus der 1 jährigen Nichte meiner Freundin rauskommt, scheiße ist, dann ist das hier noch übler. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die Leinwand im Kino, nachdem der Film zu Ende war, sich selbst in Brand gesetzt hat, weil sie sich selbst nicht mehr ertragen konnte. Madame Web ist mit Abstand das Schlechteste, was ich je gesehen habe, und ich habe mir Bearcano vs. Nazi Shark angeguckt und alle weiteren 3 Teile. Ich sollte also qualifiziert genug sein, um Scheiße zu erkennen, wenn sie über die Leinwand flimmert.

Dabei reicht eigentlich schon ein Blick auf die Handlung, um zu merken, dass hier irgendetwas gewaltig schief laufen musste. Und nein, auch wenn man versuchen würde, sich die Geschichte mit drei Bier, fünf Lines Koks und einem LSD-Trip schönzureden, sie ergibt immer noch keinen Sinn. Ich weiß nicht, was die sich im Writer’s-Room eingeworfen haben, aber mein Dealer an der Ecke hatte es auf jeden Fall nicht. Dieser Plot macht keinen Sinn. Wirklich keinen. Vorne nicht, hinten nicht, links nicht und rechts schon dreimal nicht. Der Film stolpert von einer komplett hirnrissigen Entscheidung zur nächsten, als wäre Logik nur eine optionale DLC-Erweiterung gewesen.

Die Dialoge fühlen sich an, als hätte ChatGPT nach einem Stromausfall versucht, ein Marvel-Drehbuch auf einer Mikrowelle zu schreiben. Niemand redet wie ein echter Mensch. Jede Szene endet entweder unfreiwillig komisch oder so peinlich, dass ich mir am liebsten den Getränkestrohalm in die Ohren gerammt hätte.

Und das Schlimmste ist: Der Film nimmt sich dabei auch noch unfassbar ernst. Jeder Moment tut so, als würde hier gerade das nächste große Marvel-Epos entstehen. Dabei sieht vieles aus wie eine Fanproduktion mit erstaunlich hohem Budget und erstaunlich wenig Talent.

Es ist mittlerweile fast schon beeindruckend, mit welcher Konsequenz dieses Studio brauchbare Comicfiguren gegen die Wand fährt. Morbius war schon schlimm, aber Madame Web ist noch einmal eine andere Liga. Da wurde nicht einfach ein Vogel abgeschossen. Da wurde die gesamte Idee samt Flügeln, Beinen und jeder letzten Chance auf Würde gleich mit verbrannt. Dass Sony damit versucht, ihre letzten Möglichkeiten, Filme mit Marvels Figuren zu nutzen, ist an sich verständlich, doch anstatt die Millionen hier rein zu investieren, wäre es sinnvoller, einmal quer durch Mittelerde zu laufen und das Geld im Schicksalsberg in Lava zu schmeißen. Oder, vereinfacht ausgedrückt: Macht es doch einfach mal nicht!

Die Worte für das, was ich nach diesem Film empfunden habe, wurden noch nicht erfunden. Und als mir nach dem Abspann dieses Tablet zur Bewertung in die Hand gedrückt wurde, kann Sony wirklich froh sein, dass das Feld für zusätzliche Bemerkungen auf 200 Zeichen begrenzt war. Alles darüber hinaus wäre vermutlich strafrechtlich relevant gewesen.

Verfügbar bei: https://www.justwatch.com/de/Film/Madame-Web (Tut es euch nicht an)


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